Ramayana

Das Ramayana ist, ähnlich wie das sogenannte Mahabharata und die darin enthaltene Bhagavad-Gita, ein weiteres großes Vers-Epos der hinduistischen Kultur, das wahrscheinlich aus der Zeit um das zweite Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung stammt. Das Ramayana erzählt die Geschichte des in Indien sehr berühmten Helden Rama, der eine Verkörperung (ein sogenannter Avatar) des Gottes Vishnu ist, auf seinen abenteuerlichen Reisen in der Welt. Rama erkundet mit seinen Brüdern die Welt und heiratet nach einer Mutprobe, die im Bogenschießen bestand, die Prinzessin Sita, mit der er glückliche Jahre verbringt, bis sie von einem bösen Dämon auf die Insel Lanka entführt wird. Durch die Hilfe des Affengottes Hanuman rettet Rama schließlich seine entführte Gattin, verstößt diese jedoch wieder aus unberechtigter Eifersucht, weil er ihr Untreue vorwirft, bis sie durch eine Feuerprobe (ein magisches Beweismittel) ihre Unschuld unter Beweis gestellt hat. Diese abwechslungsreiche Erzählung wurde sehr oft als Grundlage für hinduistische Tempelmalerei gemacht und hat auch zahlreiche Übersetzungen in alle Weltsprachen erfahren.
Das Ramayana ist heute in der Esoterik sehr beliebt und wird von vielen modernen esoterischen Autoren zitiert, weil es mit der Erzählung um den Avatar Rama eine Verkörperung der indischen Gottheit Vishnus zum Inhalt hat. Der Gedanke von Avataren, also Göttern, die als Mensch die Erde besuchen, hat gerade in der Gegenwart durch den gleichnamigen Film von James Cameron für viel Aufsehen gesorgt. Das bunte Vers-Epos Ramayana enthält viele erzählerische Stellen, in denen es um übernatürliche Mächte und göttlichen Einfluss geht. Auch wenn es nicht so philosophisch und ethisch gegründet ist wie die Lehren der Bhagavad-Gita, enthält es viel Weisheit für diejenigen, die im Osten Erkenntnis suchen.


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