Geheimgesellschaft

Unter einer Geheimgesellschaft versteht man eine Versammlung mit beschränktem Zugang, die sich dem Erwerb von okkultem Wissen verschrieben hat. Geheimgesellschaften und Okkultismus gehören also inhaltlich zusammen. Man könnte zwar theoretisch sagen: „Fred, Karl und Laura gründen eine Geheimgesellschaft der Tierfreunde“, doch dieser Begriff würde an dieser Stelle nicht ganz passen. Denn die Geheimgesellschaften, die heute in Europa, USA und weltweit bekannt sind, qualifizieren sich nicht durch ihren beschränkten Zugang, sondern vor allem durch ihre Inhalte, die wiederum fast ausschließlich okkulter Art sind. Es gibt Geheimgesellschaften, die stark magischer und andere, die satanistischer Natur sind, wobei die Begriffe „magisch“ und „satanistisch“ keineswegs gleichzusetzen sind, sondern ganz unterschiedliche Lebenshaltungen beinhalten. Meist sind Geheimgesellschaften hierarchisch strukturiert, das heißt es gibt eine Spitze und eine Basis, sowie ein meist mehrstufiges Programm, vermittels dessen der Anfänger aufsteigen kann innerhalb der Hierarchie. Ein solcher Aufsteiger in Geheimgesellschaften muss bestimmte Prüfungen bestehen, die ihn qualifizieren, einen höheren Grad einzunehmen und in der Stufenfolge oder auf der Rangleiter weiter nach Oben zu kommen. Geheimgesellschaften sind heute sehr umstritten, zum einen, da viele Menschen die hierarchische Struktur als autoritär und fremdbestimmt empfinden, zum anderen aber auch, weil es viele skeptisch macht, was dort hinter geschlossenen Türen passiert. Wieder andere sind der Meinung, im Zeitalter von Internet gäbe es gar keine echtes Geheimwissen mehr, da die alten okkulten Texte großenteils frei zugänglich seien, und insofern hätten auch die Geheimgesellschaften heute keinen Zweck mehr.
Die bekanntesten Geheimgesellschaften weltweit sind heutzutage die Freimaurer und die Rosenkreuzer, der OTO (Ordo Templis Orientis), der Hermetic Order of the Golden Dawn sowie die Illuminaten.


Zurück

Portal-System by flexcom.de